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Internationaler Mathe-Wettbewerb erstmals in Würzburg

04/01/2025

25 Teams mit insgesamt 120 Teilnehmenden von Schulen der Region stellten sich am Freitag, 14. März, an der Uni Würzburg der Herausforderung des Mathematik-Wettbewerbs Náboj. Sie traten gegen über 1500 Teams aus 14 Ländern an.

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Teamarbeit ist gefragt: Beim internationalen Mathematik-Wettbewerb Náboj lösen Schülerinnen und Schüler Aufgaben in Teams. (Image: Jonas Hollenberger)

Náboj ist ein Mathematik-Wettbewerb für Teams, die aus maximal fünf Schülerinnen und Schülern einer Schule bestehen. Er wurde erstmals 1988 in Bratislava ausgetragen und weitet sich auf immer mehr Standorte aus. Der Austragungstag für dieses Jahr war der 14. März – der internationale Tag der Mathematik, der wegen der amerikanischen Schreibweise 3/14 auch als Pi-Tag bekannt ist.

Das nahm das Institut für Mathematik der Universität Würzburg (JMU) unter Federführung von Dr. Theresa Lechner zum Anlass, diesen Wettbewerb nach Würzburg zu holen. Somit wird die Domstadt zum vierten Standort in Deutschland neben Passau, Hamburg und Leipzig.

Schülerinnen und Schüler aus 13 Schulen zwischen Ansbach und Frankfurt traten in Würzburg an. Nach der Erklärung der Regeln startete der Wettbewerb mit einem gemeinsamen Countdown, bevor die Teams den Umschlag mit den ersten sechs Aufgaben öffnen durften. Beispielsweise war in einer Aufgabe nach der größten zehnstelligen Zahl gesucht, bei der zwischen je zwei gleichen Ziffern mindestens eine kleinere Ziffer steht.

Sobald eine Mannschaft eine Aufgabe richtig gelöst hatte, konnte sie diese am Kontrollpunkt gegen eine neue Aufgabe einlösen. Es gewann das Team, das während des zweistündigen Wettbewerbs die meisten Aufgaben absolviert hatte. Dabei traten die Mannschaften in zwei Kategorien an: Als Junioren starten diejenigen, bei denen alle Schülerinnen und Schüler noch nicht die letzten beiden Klassenstufen vor dem Abitur besuchen. Das sind in Bayern alle bis zur 11. Jahrgangsstufe. Alle anderen starten als Senioren.

Der Clou: Gegen mehr als 1500 Mannschaften weltweit antreten

Der Clou des Wettbewerbs: Alle Teams an den 37 Standorten haben dieselben Aufgaben und lösen diese zur gleichen Zeit. Währenddessen sind die Ranglisten live eingeblendet. Das bedeutet, dass die Mannschaften ihre Leistung nicht nur mit anderen in Würzburg, sondern auch in ganz Deutschland und sogar mit den über 1500 Teams international in Echtzeit vergleichen konnten.

Beim Náboj steht aber nicht das Gegeneinander im Mittelpunkt, sondern das Miteinander: Ein gutes Abschneiden hängt nicht nur von den individuellen Fähigkeiten der bis zu fünf Teammitglieder ab, sondern vor allem von ihrer effizienten Zusammenarbeit. Neben mathematischen Grundkenntnissen zählen vor allem logisches Denken und kreative Ideen.

Die besten Teams des Würzburger Wettbewerbs wurden bei der Preisverleihung durch Professor Frank Werner, JMU-Lehrstuhl für Mathematik IX, ausgezeichnet. Auch in seinem Grußwort betonte er, dass Náboj die eigentliche Arbeitsweise in der Mathematik vermittelt: Mathematik sei Team-Sport. Im Gegensatz zu vielen anderen Wettbewerben gehe es darum, gemeinsam Lösungen zu finden.

Rückmeldungen durchweg positiv

Neben Buchpreisen und Urkunden erhielten die besten Teams Náboj T-Shirts mit Sammelcharakter: Diese haben in jedem Jahr eine neue Farbe und ein eigenes Design. Gefördert wurde die Aktion vom Universitätsbund Würzburg, dem Würzburg Mathematics Center of Communication and Interaction (WMCCI) und der Sparkasse Mainfranken.

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler, der begleitenden Lehrkräfte und auch der zahlreichen Helferinnen und Helfern vom Institut für Mathematik sind durchweg positiv: Allen hat der Wettbewerb viel Spaß gemacht. Beim nächsten Náboj am 13. März 2026 soll Würzburg daher wieder dabei sein.

Kontakt

Dr. Theresa Lechner, Institut für Mathematik, theresa.lechner@uni-wuerzburg.de

Weitere Informationen zum Wettbewerb und alle Ergebnisse gibt es auf der Webseite des Náboj.

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By Theresa Lechner / Institut für Mathematik

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